11.10.2026

Von AI-Powered Requirements zu Continuous Systems Engineering

Systems Engineering auf der NEXT HORIZONS 2026

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Softwaredefinierte Systeme verändern Produkte und die Art, wie wir sie entwickeln.

Anforderungen, Architekturen, Software, Hardware, Tests und Betriebsdaten hängen immer enger zusammen. Gleichzeitig verkürzen sich Entwicklungszyklen. Software wird kontinuierlich aktualisiert, während sich Engineering-Aufgaben über zahlreiche Tools, Disziplinen und Organisationen verteilen.

Systems Engineering stellt Methoden bereit, um diese Komplexität zu beherrschen. Aus der dokumentenzentrierten Entwicklung entstanden modellbasierte Ansätze, strukturierte Prozesse und nachvollziehbare Beziehungen zwischen Engineering-Artefakten. Doch wenn sich Produkte auch nach ihrem Marktstart kontinuierlich weiterentwickeln, muss ihr Engineering-Kontext mitwachsen.

Auf der NEXT HORIZONS 2026 beleuchten zwei Vector Vorträge diese Entwicklung aus unterschiedlichen Perspektiven: Martin Melicher zeigt, wie KI das Requirements Engineering unterstützt. Marcelino Varas betrachtet den Weg zu einem gemeinsamen und kontinuierlich gepflegten Engineering-Kontext.

Informationen allein reichen nicht

Engineering-Organisationen haben in spezialisierte Tools, Standards, Integrationen und digitale Toolchains investiert. Diese Lösungen unterstützen einzelne Fachdisziplinen wirkungsvoll. Trotzdem verbringen Engineers viel Zeit damit, Zusammenhänge zu recherchieren, Informationen zu prüfen und die Konsistenz über Tool- und Domänengrenzen hinweg sicherzustellen.

Die Herausforderung: Verteilte Engineering-Informationen so zusammenzuführen, dass Teams damit verlässliche Entscheidungen treffen können.

In seinem Vortrag „AI-Powered Requirements“ zeigt Martin Melicher, wie KI das Requirements Engineering in komplexen Entwicklungsumgebungen unterstützt. Dabei ersetzt KI keine Engineering-Kompetenz. Sie macht relevante Zusammenhänge, Inkonsistenzen und Kontextinformationen leichter zugänglich.

Der Vortrag behandelt unter anderem die zuverlässige und reproduzierbare Formalisierung sowie Validierung von Anforderungen. Weitere Schwerpunkte sind technische Guardrails, Human-in-the-Loop-Ansätze, die Erkennung von Halluzinationen und die Einbindung von Anforderungen in agentische Engineering-Workflows.

So werden Anforderungen von statischer Dokumentation zu einem aktiven und vernetzten Bestandteil des Engineering-Prozesses.

Engineering-Teams fehlt es nicht an Informationen. Was ihnen fehlt, ist der passende Kontext. Ich freue mich auf den Austausch darüber, wie KI aus fragmentierten Anforderungsdaten relevantes Engineering-Wissen macht und fundierte Entscheidungen unterstützt.
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Martin Melicher
Director Business Development Systems Engineering | Vector

Von Dokumenten zu Engineering-Kontext

Anforderungen bilden einen Teil des gesamten Systemkontexts. Ihr Wert wächst, wenn Teams sie mit Funktionen, Architekturen, Implementierungsentscheidungen, Verifikationsergebnissen und Betriebsdaten verbinden.

In seinem Vortrag „From Documents to Shared Engineering Context“ zeichnet Marcelino Varas die Entwicklung des Systems Engineering nach: von dokumentenzentrierten Arbeitsweisen über modellbasierte Entwicklung bis hin zu strukturierten Ansätzen wie dem V-Modell.

Diese Ansätze haben Traceability, Konsistenz und Kontrolle wesentlich verbessert. Softwaredefinierte Systeme stellen das Engineering jedoch vor neue Aufgaben. Produkte entwickeln sich kontinuierlich weiter. Continuous Delivery verändert Entwicklungsabläufe. KI hält Einzug in Engineering-Workflows. Gleichzeitig erstrecken sich Engineering-Ökosysteme über immer mehr Tools und Organisationen.

DevOps hat kontinuierliche Arbeitsweisen in der Softwareentwicklung etabliert. Der übergreifende Systems-Engineering-Kontext bleibt dagegen häufig fragmentiert.

Der Vortrag verfolgt diese Entwicklung über dokumentenzentriertes und modellbasiertes Engineering, das V-Modell und DevOps bis zum Konzept des Continuous Systems Engineering. Anforderungen, Architektur, Implementierung, Verifikation und Betrieb werden dabei durch einen gemeinsamen Engineering-Kontext verbunden.

Systems Engineering muss mit den Systemen Schritt halten, die wir entwickeln. Ich freue mich auf den Austausch darüber, wie Continuous Systems Engineering Anforderungen, Architektur, Implementierung und Betrieb in einem gemeinsamen Engineering-Kontext verbindet.
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Marcelino Varas
Senior Director Product Management Systems Engineering | Vector

Continuous Systems Engineering

Continuous Systems Engineering überträgt die Prinzipien kontinuierlicher Entwicklung auf den gesamten Engineering-Lebenszyklus.

Anforderungen, Architektur, Implementierung, Verifikation und Betrieb bilden keine getrennten Phasen mit isolierten Übergaben. Sie werden zu verbundenen Elementen eines gemeinsamen Engineering-Kontexts. Teams erkennen dadurch, wie sich eine Änderung in einem Bereich auf andere Disziplinen und Entwicklungsartefakte auswirkt.

Etablierte Methoden des Systems Engineering bleiben dabei unverzichtbar. Modelle, Abstraktionsebenen, Traceability und strukturierte Verifikation schaffen die nötige fachliche Grundlage. Continuous Systems Engineering verbindet diese Grundlage enger mit kontinuierlicher Entwicklung und Feedback aus dem Betrieb.

Ein gemeinsamer Engineering-Kontext schafft wichtige Voraussetzungen:

  • Auswirkungen von Änderungen über Disziplinen hinweg verstehen
  • Engineering-Entscheidungen mit ihrer Umsetzung verknüpfen
  • relevanten Kontext für Reviews und Verifikation bereitstellen
  • Systemanforderungen mit kontinuierlicher Softwareentwicklung verbinden
  • KI auf strukturierte und nachvollziehbare Engineering-Informationen aufsetzen

Warum KI Engineering-Kontext braucht

KI unterstützt Engineers dabei, komplexe Anforderungsstrukturen zu analysieren, Zusammenhänge sichtbar zu machen und relevantes Wissen schneller zugänglich zu machen. Dafür braucht sie mehr als isolierte Dokumente oder unstrukturierte Datensammlungen.

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Dieser Kontext muss die tatsächliche Struktur des Systems und die Abhängigkeiten zwischen Engineering-Artefakten abbilden. Continuous Systems Engineering schafft die Grundlage dafür: Anforderungen, Architekturen, Implementierungsartefakte, Verifikationsergebnisse und Betriebsinformationen bleiben miteinander verbunden.

Damit verändert sich auch die Rolle von Modellen. Sie beschreiben nicht allein einen Systemzustand. Sie liefern einen fortlaufend aktualisierten Kontext für Zusammenarbeit, Analyse und Engineering-Entscheidungen.

AI-Powered Requirements und Continuous Systems Engineering greifen dabei ineinander: KI erleichtert den Zugang zu verteiltem Engineering-Wissen. Ein gemeinsamer Engineering-Kontext liefert die strukturierten und nachvollziehbaren Informationen, die dafür notwendig sind.

Entdecken Sie Systems Engineering auf der NEXT HORIZONS 2026

NEXT HORIZONS bringt Fachleute und Entscheider zusammen, die an der Zukunft softwaredefinierter Systeme arbeiten. Im Mittelpunkt stehen reale Engineering-Herausforderungen, konkrete Anwendungsfälle und der fachliche Austausch über intelligente Software-Ökosysteme.

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Die NEXT HORIZONS 2026 findet am 17. und 18. November 2026 am Vector Standort in Stuttgart statt. Das Programm umfasst Keynotes, mehr als 50 Fachvorträge in vier Tech Tracks sowie Deep Dives, Networking und eine begleitende Ausstellung.

Treffen Sie Martin Melicher und Marcelino Varas in Stuttgart. Erfahren Sie, wie AI-Powered Requirements, MBSE und Continuous Systems Engineering einen durchgängigen Engineering-Kontext schaffen und Entscheidungen über den Entwicklungslebenszyklus hinweg unterstützen.