Vector Event

2018-06-12

Stuttgart (Deutschland)

WissensWert!: Künstliche Intelligenz und digitale Transformation

Prof. Dr. Dr. Dr. h.c. Franz-Josef Radermacher vom Institut für Datenbanken und Künstliche Intelligenz der Universität Ulm berichtet über Künstliche Intelligenz und die digitale Transformation.

Rückblick

Als Gastredner war Prof. Dr. Dr. Dr. h.c. Franz-Josef Radermacher vom Institut für Datenbanken und Künstliche Intelligenz der Universität Ulm zu Besuch.
In seinem einstündigen Vortrag „Künstliche Intelligenz und digitale Transformation“ beantwortete er Fragen wie „Was kommt auf uns zu?“ oder „Werden Maschinen so intelligent sein wie Menschen?“. Ungefähr 180 interne und externe Teilnehmer besuchten die Veranstaltung „WissensWert!“ bei der Vector Informatik und der Vector Stiftung in Stuttgart-Weilimdorf.

Die Grundlage der Intelligenz bei Lebewesen begründet Rademacher durch die Evolution:

Die Ausbildung der neuronalen Netzwerke bei Lebewesen. Neuronale Netzwerke ermöglichen es, neue Prozesse zu lernen. Z. B. kann man durch Wiederholung und Übung Skifahren lernen.
Ein wichtiger Schritt in der Entwicklung der Digitalisierung war die Einführung der Zahlen in Europa. Das römische Zahlensystem wurde um 1000 n.Chr. vom indisch-arabischen Zahlensystem abgelöst. Nun konnten Logarithmen berechnet werden, die einen zentralen Einfluss auf die Mathematik hatten; die wiederum besonders bedeutend für die spätere Computer-Technik war. Schlüsselereignisse in der Entwicklung der Computer waren Alan Turings „Maschine“ sowie die Apollo-Mission. Dort waren Maschinen für die Berechnung der Arithmetik verantwortlich.

Ob Maschinen intelligenter sind als Menschen, verneinte Herr Radermacher.

Maschinen sind zwar in der Lage in vielen Bereichen mehr als der Mensch zu leisten, jedoch sammeln sie lediglich große Daten an Informationen und rufen diese wieder ab. So sind sie zwar imstande, beispielsweise das Kaufverhalten eines Kunden vorauszusagen, aber für den Gastredner sind repetitive Abläufe nicht gleich Intelligenz. Die wesentlichen Unterschiede zwischen Mensch und Maschine sind laut Radermacher Gefühle und der biologische Körper, dem das Gehirn innewohnt. Dies sind zwei Entitäten, die die Maschinen gegenwärtig nicht besitzen.

Abschließend erläuterte der Gastredner die digitale Transformation, die sich seit ca. 40 Jahren verstärkt entwickelt: Der heutige Stand der Technik bestimmt was möglich ist. Der Wirtschaftsmarkt reagiert auf diese Entwicklung und nimmt Einfluss auf das Verhalten des Menschen. Sodass der Markt dem Menschen „vorschreibt“ was zu tun ist z.B. mit Kreditkarte Einkaufswagen auslösen.

Veranstaltungsort

Vector Campus
Holderäckerstraße 36
70499 Stuttgart
Tel: +49 (0)711 80670 0
www.vector.com

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