Vector Firestarter

Das typische Büro eines Vectorianers muss vieles möglich machen: mal ist es als Denkzelle ganz leise, mal geht es turbulenter zu – etwa bei einer ad-hoc Diskussion am Whiteboard. Die üblichen Telefonate und Alltägliches lassen sich allemal komfortabel und ergonomisch erledigen. Ein funktionales und modernes Bürokonzept. Wir haben uns trotzdem gefragt: Kann man es noch verbessern? Oder präziser: Wir haben das Heller Designstudio gefragt, ob ein anderes Konzept vielleicht noch besser funktioniert. Vor allem in bestimmten Projektphasen. Das Ergebnis heißt schlicht „Firestarter“ und beruht auf agilen Prinzipien.

Vector Firestarter: Made for agile minds.

Agile Prinzipien – das kennt man, das hat man schon einmal gehört, nicht wahr? Wahrscheinlich im Zusammenhang mit Softwareentwicklung und Dingen wie: Kleine, selbstorganisierende Teams, ein sich wiederholendes, schrittweises Vorgehen, möglichst wenig Bürokratie, möglichst wenige Regeln, hohe Transparenz für alle Beteiligten, Werte wie „Individuen und Interaktionen stehen über Prozessen und Werkzeugen“ – und natürlich: Scrum.

Scrum ist ein Vorgehensmodell, das agile Prinzipien in Prozesse, Methoden und Techniken überträgt und dass auf hochqualifizierte, interdisziplinäre Entwicklungsteams setzt. Diese bekommen von außen zwar eine klare Zielvorgabe, sind für die Umsetzung jedoch allein zuständig. Sie bestimmen quasi selbst die Taktik, wie sie ihr gemeinsames Ziel erreichen. Scrum trägt dazu bei, Wissens- und Kreativitätspotenziale voll zu entfalten. Und Heller Design hat es geschafft, Scrum für uns in Innenarchitektur und in ein Raumkonzept zu übersetzen – den Vector Firestarter.

Es setzt neben Scrum auf einen sehr schnellen Wechsel der Arbeitsumgebung zwischen „sehr privat“ und „sehr offen“. Je nach Stunden-, Tages- oder Wochenaufgabe, je nach gewünschter Anzahl möglicher Kollisionen. Moment, Kollisionen? Was zunächst martialisch klingt, meint im Kern nur ein sich möglichst häufiges Kreuzen der Wege. Denn gerade zu Projektbeginn, in der Kreativphase, fördern viele und vor allem neue Begegnungen den spontanen Austausch. Sie helfen dabei, andere Sichtweisen kennenzulernen und neue Ideen ans Licht zu bringen. Ideen, die in isolierten, abgekapselten Räumen vielleicht nie entstanden wären.

Ob das funktioniert? Nun, aktuell haben mehrere kleine oder ein großes Projektteam mit bis zu 18 Mitgliedern Platz; vorgesehen ist eine rollierende Nutzung für jeweils drei Monate. Die ersten Teams haben ihre Kreativphase im Vector Firestarter bereits durchlaufen und sind für den weiteren Projektablauf an ihre regulären Arbeitsplätze zurückgekehrt. Ihre und die Erfahrungen und Rückmeldungen ihrer Nachfolger fließen fortlaufend in die Verbesserung des Konzepts ein – Perfektion von Anfang an war nämlich nie gewollt; Ziel ist viel mehr, dass sie über die Zeit entsteht. Und: was wir durch Vector Firestarter lernen, hilft uns auch bei der Entwicklung unserer bestehenden und neu zu planenden Gebäude. Das macht die 400 Quadratmeter des Vector Firestarters zu einem winzigen, aber wertvollen Teil ↗️ des 44.000 Quadratmeter großen Vector Campus.

+++ Auszeichnung für Excellent Communications Design Interior Architecture +++ Vector Firestarter gewinnt German Design Award 2019 +++