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umlaut und Vector kooperieren bei Value Added Services für E-Bus-Depotbetreiber

Mit der Hard- und Software von Vector und der Testing-Kompetenz von umlaut werden elektrische Nahverkehrsbusse zukünftig intelligenter geladen.

Die Kooperation der beiden Firmen Vector und umlaut ermöglicht Anwendern ab sofort die korrekte Umsetzung von Value Added Services (VAS) zu überprüfen und Ende-zu-Ende zu testen. Dadurch schicken Verkehrsunternehmen ihre elektrischen Busse im Stadtverkehr für Fahrer und Fahrgäste optimal temperiert und mit mehr Reichweite auf die Straßen. Damit die VAS funktionieren, müssen die drei beteiligten Komponenten Fahrzeug, Ladestation und Backend fehlerfrei zusammenspielen.

Value Added Services

Die Steuerung der Vorkonditionierung von Elektrobussen wurde vom Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) als Value Added Service in der Schrift VDV 261 definiert. VAS sind Kommunikationsprozesse zwischen E-Fahrzeugen, Ladestation und Backend, die in der ISO 15118 vorgesehen sind. Im Beispiel von Stadtbussen tauschen Backend und Fahrzeug über das VDV 261-Protokoll Befehle und Informationen wie Abfahrtszeit, benötigte Zeit zum Aufheizen/Kühlen usw. aus.

Damit die E-Busse pünktlich zur Abfahrtszeit einsatzbereit sind, muss nicht nur die Batterie möglichst effizient geladen sein. Energieintensive Vorgänge bei E-Bussen wie das Beheizen und Klimatisieren des Fahrgastraums, Bereitstellen von Warmwasser oder Erwärmen der Batterie auf Betriebstemperatur etc., sind vorzugsweise mit Energie aus der Ladestation durchzuführen. Mit der Fahrzeug-Vorkonditionierung lässt sich das automatisch und zeitnah vor dem Abfahrtstermin durchführen. So steht die Batteriekapazität weitgehend zum Fahren zur Verfügung und wird nicht gleich zu Anfang durch die genannten Aufgaben verbraucht. Wenn beispielsweise ein Bus für seine Runde um 15 Uhr abfahrtsbereit sein muss, regelt das System bis dahin die Heizung auf die voreingestellte Temperatur.

Lade- und Lastmanagementsysteme im Depot

Um im laufenden Betrieb Kosten zu sparen, kommt idealerweise ein Lade- und Lastmanagementsystem, wie vCharM von Vector, zum Einsatz. Auch die Fahrzeug-Vorkonditionierung gemäß VDV 261 und das Einbinden von Flotten- und Depot-Management-Systemen nach VDV 463 sind damit möglich. Mit den daraus gewonnenen Daten über Ankunfts- und Abfahrzeiten, der Fahrstrecke sowie Informationen zum Ladezustand und zum Energiebedarf, planen Depotbetreiber die Ladevorgänge effizient.

Ende-zu-Ende Tests erleichtern die Einführung der VAS

Die durch vCharM gegebenen Testmöglichkeiten machen sich die umlaut Testingenieure zu Nutzen, um maßgeschneiderte Lösungen für die Kunden zu entwickeln – sowohl für Fahrzeug-OEMs und Ladesäulen-Hersteller als auch für Busdepotbetreiber. Alle beteiligten Parteien der Kette müssen ihren Teil korrekt nach den Spezifikationen umsetzen, um eine Funktionalität der VAS im Praxisbetrieb zu ermöglichen. Genau hier setzt umlaut an: In engem Austausch mit den Entwicklern von Vector entwirft umlaut Testszenarien für den konkreten Anwendungsfall, beispielsweise Fault Injection Tests. Auch Tests mit ungültigen Transport Layer Security (TLS)-Zertifikaten, Unterbrechungen der Kommunikation oder das Zusammenspiel aus mehreren Bussen, die sich im Ladedepot anmelden, können nachgebildet werden.

Dank der Kombination aus Hard- und Software-Ergänzungen von Vector und den VAS-Fachkenntnissen von umlaut zu Schwachstellen und Angriffspunkten ergeben sich bislang einzigartige Möglichkeiten für Kunden. Sie können ihre Umsetzung der VAS auf Herz und Nieren prüfen lassen, um potenzielle Fehlerquellen identifizieren und beheben zu können.

Oftmals treffen Fahrzeug, Ladesäule und Backend erst beim Endkunden, dem Depotbetreiber, zum ersten Mal aufeinander. Wenn dann Interoperabilitätsprobleme auftreten, können die umlaut Teams schnell und gezielt in eine tiefe Fehleranalyse gehen und mit Hilfe der Möglichkeiten von vCharM die Probleme identifizieren und Lösungsvorschläge unterbreiten. Als Fehlerdetektiv vermittelt umlaut dabei zwischen allen beteiligten Parteien.

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