Effizientes Speichern von Messdaten mit dem MDF-Format

MDF (Measurement Data Format) ist ein binäres Dateiformat für Messdaten, das 1991 von Vector in Zusammenarbeit mit der Robert Bosch GmbH entwickelt wurde. Nachdem das MDF-Format sich schnell zum Defacto-Standard in der Automobilindustrie entwickelte, wurde die überarbeitete Version 4.0 im Jahr 2009 schließlich als offizieller ASAM-Standard veröffentlicht.

Der MDF-Standard wurde maßgeblich von Vector mitgeprägt, sowohl durch die ursprüngliche Entwicklung als auch durch die langjährige Pflege und Weiterentwicklung zum ASAM-Standard. Alle dabei gesammelten Erfahrungen sowie spezielles Automotive-Know-how flossen in die umfassende MDF-Unterstützung der Produkte ein.

Viele Vector Tools speichern die erfassten Daten standardmäßig in MDF ab. In der Zwischenzeit unterstützen zahlreiche weitere Anbieter MDF bzw. legen ihre Messdaten als MDF-Datei ab.

Offenheit
Vector unterstützt diesen Trend durch die Offenlegung des Formats (MDF-Spezifikation Version 3.3). MDF 4.0 ist seit 2009 ASAM-Standard und steht Mitgliedern auf der ASAM-Internetseite zur Verfügung.

Ihr Nutzen:

  • Hohe Performance beim Schreiben und Lesen der Messdaten
  • Kompatibilität zu früheren MDF-Versionen
  • Zukunftssicher durch Offenlegung der Spezifikation (Version 3.3), Version 4.0 ist ein ASAM-Standard
  • Große Verbreitung in vielen marktgängigen Tools
  • Die Unterstützung des ASAM-Messdatenformats MDF 4.0 erlaubt das Schreiben von beliebig großen Dateien (264 Bytes)
  • MDF 4.0 erlaubt das Speichern bereits sortierter Messdateien. Die bei sehr großen Messdateien zeitaufwändige Sortierung am Messungsende oder beim ersten Öffnen entfällt dadurch.
  • Mit dem MDF Validator erhalten Sie ein Freeware-Tool, mit dem sich die Struktur einer MDF-Datei visualisieren und validieren lässt.
  • Die frei verfügbare MDF ShellExtension erweitert Ihren Windows Explorer um messdatenspezifische Informationen, z.B. MDF-Projekt, MDF-Name, etc.

Ein wesentlicher Faktor der zum Erfolg von MDF beigetragen hat, ist die Möglichkeit, Messdaten sehr effizient, d.h. speicherplatzsparend und schnell abzuspeichern. Außerdem kann auch der Lesezugriff auf die Daten in der Datei optimiert werden. Dazu muss die Datei ggf. einmalig, beispielsweise beim ersten Öffnen, umgewandelt ("sortiert") werden, wodurch ein indizierter und somit schneller Zugriff auf die Daten möglich wird.

Details
MDF enthält sowohl die während einer Messung anfallenden Roh-Messdaten, als auch Metadaten, die zur Interpretation der Rohdaten notwendig sind. Dazu gehören beispielsweise Informationen zur Umwandlung der Rohdaten in physikalische Werte oder der ASAM-konforme Signalname. Die verfügbaren Datenfelder in MDF sind speziell auf die Ansprüche im Automobilbereich ausgerichtet. Auch eigene Kommentare und sogar Binärdaten können Sie dank freier Datenfelder in der MDF-Datei ablegen. Einzelheiten dazu finden Sie in der Spezifikation.

Bei der Erweiterung der MDF-Spezifikation stand auch stets die Kompatibilität im Vordergrund. Dadurch werten Sie ältere MDF-Dateien weiterhin mit aktuellen Tools aus. Dies und die Beständigkeit des Formats, haben zur weiten Verbreitung des MDF-Formats mit beigetragen.

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