Der LIN-Standard

Neue Funktionen mit LIN 2.1

Ab sofort unterstützen Vector's CANbedded LIN Standard Softwarekomponenten auch den neuen Standard LIN 2.1 vom November 2007.

Der Einsatz der neuen Softwarekomponenten zahlt sich aus, weil mit der Freigabe der neuen Spezifikation einige Mehrdeutigkeiten der LIN 2.0 Spezifikation beseitigt und die funktionale Beschreibung wesentlich verfeinert wurde. Dies wird mittelfristig zu einer verbesserten Interoperabilität aller Knoten an einem LIN Cluster führen.

Aber nicht nur bezüglich einer eindeutigen Systembeschreibung wurden Fortschritte erzielt, sondern es wurde auch eine Vielzahl neuer Funktionen eingeführt:

Verbesserte dynamische Konfiguration von Slaves
Mit der Einführung des neuen Services „Assign frame ID range“ können jetzt einem Slave bis zu 4 Protected Identifier (PID) mit nur einem Konfigurationskommando zugewiesen werden. Dies reduziert die Konfigurationsdauer erheblich, was sich durch eine wahrnehmbare Verbesserung des Ansprechverhaltens nach dem Fahrzeugstart bemerkbar macht. Slaves mit nichtflüchtigem Speicher können mit dem neuen Service „Save Configuration“ die vom Master zugewiesenen PID gezielt speichern.

LIN Slaves werden in die Diagnoseklassen I bis III eingeteilt
Diagnoseklassen definieren jetzt eindeutig den Umfang der unterstützten Diagnoseservices. Slaves der Diagnoseklasse II und III müssen künftig ein LIN Transport Protokoll zur Unterstützung von segmentierten Diagnose-Requests/Responses bereitstellen.

Verbesserung des LIN Application Programming Interfaces (API)
Neben mehreren Detailverbesserungen des API kann die Applikation jetzt auf den aktuellen Kommunikationsstatus (Sleep/Wake) des Clusters zugreifen was das Einbinden des LIN Transceivers vereinfacht.

Unterstützung bestehender Slaves
Da der LIN 2.1 Standard keine Änderungen auf Busebene definiert und ältere Konfigurationsservice weiter unterstützt werden, können auch ältere LIN Slaves (V1.3 oder V2.0) zusammen mit einem LIN 2.1 Master betrieben werden. Sofern keine dynamische Konfiguration benötigt wird, kann ein LIN 2.1 Slave auch an einem LIN 2.0 Master betrieben werden.

LIN Transportprotokoll
Die neue Revision des Standards ermöglicht das Versenden funktionaler Requests wie zum Beispiel „Tester Present“. Die über den Backbone-Bus empfangenen funktionalen Requests werden durch den LIN Master in den LIN Cluster weitergesendet und dort durch die Slaves empfangen. Laufende physikalische Diagnoseverbindungen zwischen Master und einem Slave werden hierdurch nicht unterbrochen.

Datenbasen
Zur Unterstützung der beschriebenen neuen Funktionen wurden die Austauschformate LIN Description File (LDF) und Node Capability File (NCF) überarbeitet und können in das Konfigurations-Tool GENy geladen werden.

Vector's LIN Solutions
Zusammen mit den Softwarekomponenten unterstützt Vector auch mit den Entwicklungswerkzeugen (CANoe, CANalyzer, CANape, Network Designer) den neuen Standard LIN 2.1.

Zusammenfassung
Der neue LIN 2.1 Standard bietet viele Verbesserungen und Erweiterungen für die schnelle und einfache Integration der LIN Software Komponenten in Entwicklungsprojekte. Vector bietet als erster Anbieter maßgeschneiderte Standardkomponenten und Entwicklungswerkzeuge für den Serieneinsatz an.


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